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  • BASF AG Limburgerhof

    Neubau eines Labor- und Bürogebäudes

Neubau eines Labor- und Bürogebäudes für Pflanzenschutzforschung

 

 

Das 1914 von Carl Bosch gegründete Agrarzentrum Limburgerhof liegt rund zehn Kilometer südlich vom Stammwerk der BASF Aktiengesellschaft in Ludwigshafen. Hier betreibt die Firma u. a. hochspezialisierte Forschungen im Bereich Pflanzenschutz und Pflanzenbiotechnologie. Das an diesem Standort von dem Chemieunternehmen unterhaltene Forschungsgelände umfasst u. a. 11.000 m² Gewächshausfläche und 40 Hektar Freiland. Um die Stellung des Agrarzentrums Limburgerhof als weltweites Kompetenzzentrum für Pflanzenschutzforschung zu stärken, bestand für die BASF Aktiengesellschaft die Notwendigkeit, ein neues Forschungs- und Laborgebäude mit moderner technischer Ausstattung und verbesserten Arbeitsbedingungen für die Nutzer zu errichten.

Die Schnelllebigkeit der Branche zwang dazu, das Projekt in kürzester Zeit zu realisieren. Vorgefertigte Konstruktionen stellten kurze Bauzeiten sicher. Zum Planungsumfang gehörte auch ein Entwurf für die Neugestaltung der zentralen Grünflächen des Forschungsstandortes. Der Neubau des Laborgebäudes erscheint als in Nord-Süd-Richtung orientierter Riegel. Unterschiedlich gestaltete Fassaden kennzeichnen die Funktionsbereiche und verleihen dem immerhin 100 m langen Gebäude Maßstäblichkeit. Eine großzügig verglaste Pfosten-Riegel-Fassade markiert die Bürozonen, großflächige Fassadenplatten und Fensterbänder die Labore.

Mit den verglasten Fassadenflächen drückt der Neubau Transparenz und Leichtigkeit aus, die über die herkömmlicher Laborgebäude als reine Nutzbauten weit hinausgeht. Großer Wertwurde auf ein komfortables Fassadenmanagement gelegt. Um den Nutzern, zu denen hauptsächlich Chemiker und Biologen gehören, ganzjährig ein angenehmes Innenraumklima zu bieten, wurde ein automatischer Sonnenschutz mit busgesteuertem Antriebssystem integriert. Auf vier Geschossen mit einer Bruttogeschossflächevon 13.000 m² bietet der Laborneubau helle und hochmoderne Arbeitsplätze für 150 Mitarbeiter. Den Nutzern werden individuell zugeschnittene Arbeitsbereiche für Formulierung, Analytik, Pre Screen, Probenaufbereitung und Applikationstechnik mit flexiblen Grundrissen bereitgestellt. Außerdem entstanden ein Zentrallager und ein Technikum. Das Gebäude ist als 3-Bund strukturiert. An den Gebäudeenden befinden sich verglaste Treppenhäuser. Ein Staffelgeschoss dient als Technikzentrale. Der Eingang an zentraler Stelle des Gebäudes wird durch eine farbig abgesetzte Wandscheibe in der Glasfassade markiert. Der Besucher findet hier eine zweigeschossige Eingangshalle und den Erschließungskern vor. In den Obergeschossen befinden sich an gleicher Stelle die sogenannten Meeting-Points, zentrale Treffpunkte für die Mitarbeiter mit der Möglichkeit, ungezwungen Informationen auszutauschen. Im Erdgeschoss liegen weiterhin alle Sozialbereiche, wie die Umkleiden, Duschen und der Sozial- bzw. Kantinenraum.

Eingangsnah sind die mit modernster Kommunikationstechnik ausgestatteten Konferenzräume angeordnet. Die gesamte Laborausstattung entspricht hinsichtlich der technischen Gebäudeausrüstung der Sicherheitsstufe S2.

Um bessere Forschungsbedingungenzu schaffen, wurde eine Teilklimatisierung vorgenommen. Die Installationen für Klimatisierung und Lüftung wurden als offene Rohrinstallation realisiert, um ein Höchstmaß an Flexibilität zu erreichen und ein Gefahrenpotential durch abgehängte Decken zu vermeiden. Die Entsorgung der flüssigen Abfälle im gesamten Gebäude erfolgt über eine zentrale Chemikalien-Sammelleitung. In den Laboren der Applikationstechnik wurden begehbare Abzüge installiert, um Versuche mit größeren Pflanzen zu ermöglichen. Im Untergeschoss wurde ein robotergesteuertes Zentrallager für Pflanzenschutzmittelsubstanzen installiert.

Projektinformationen

Fertigstellung
08/2003
Gesamtbausumme
28,5 Mio. € (brutto)
Flächen und Rauminhalte
NF 12.535 m²
BGF 13.912 m²
BRI 59.041 m³
Bauherr
BASF SE
Leistungen pbr
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