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  • Erich Kästner-Schule, Leipzig

    Neubau einer Schule im Passivhausstandard

Neubau einer Passivhaus-Schule mit Hort und Sporthalle

Das Herzstück der Grundschule ist die zentrale Eingangshalle, in die eine freistehende Raumskulptur eingestellt ist. Diese Skulptur beinhaltet die Garderoben und Hausmeisterräume im Erdgeschoss sowie die Bibliothek und den Informatikraum im ersten Obergeschoss. Somit entsteht im ersten Obergeschoss eine Art Medieninsel. Vom Foyer aus erreichen Nutzer über die offene Treppe die beiden oberen Geschosse. Durch runde Fensteröffnungen blickt man von den Galeriegängen des Foyers aus in die Bibliothek und den Informatikraum. Der Medienpool wird so zum selbstverständlichen Begleiter der Kinder im Alltag. Die umlaufenden offenen Galerieebenen laden ein, das Gebäude zu erforschen. Über kreisförmige Oberlichter erhält die Halle eine natürliche Belichtung. Die innere Organisation folgt dem Alter der Kinder.

Die Räume für die Kleinsten sind in den beiden unteren Geschossen untergebracht. Die älteren Kinder finden ihre Räumlichkeiten im zweiten Obergeschoss. Für Hortkinder stehen Räume im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss zur Verfügung, so haben sie kurze Wege zum Schulhof. Der Speise- und der Mehrzweckraum sind zusammenlegbar. Sie orientieren sich zum Schulhof und sind großzügig verglast. Die Raumkombination eignet sich für vielfältige Nutzungen wie die tägliche Speiseversorgung und Veranstaltungen, z. B. Musikaufführungen, Weihnachtsfeiern und Einschulungen. Im Innenraum bieten sich viele Spiel- und Kommunikationszonen sowie Rückzugsflächen zum Lernen und Lesen. Prägend für den Innenraum sind die niedrigen Fensterbrüstungen, die auch kleineren Kindern im Sitzen den Blick in den Grünraum ermöglichen.

Durch die räumliche Anbindung von Schule und Hort sowie den gemeinsamen Haupteingang können die Räume flexibel genutzt werden. An das eingeschossige Hortgebäude schließt sich die Sporthalle an. Der Zugang zur Sporthalle erfolgt über eine Galerie mit Blick auf die 2 m tiefer liegende Sportfläche. Die Umkleiden befinden sich im Souterrain, darüber sind die Haustechnikräume für Sporthalle und Schule angeordnet. Nach Westen öffnet sich die Sporthalle mit einer großzügigen Verglasung zum Schulhof und lässt vielfältige Aus- und Einblicke zu.

Zu den großen Vorteilen der Passivhaus-Bauweise gehören der ausgesprochene Nutzerkomfort, Energieersparnisse und die gute ökologische Qualität. Energieersparnisse stellen sich z. B. ein, weil die in den Gebäuden vorhandenen passiven Wärmequellen, wie z.B. Erwärmung durch Sonneneinstrahlung und Geräteabwärme, zur Beheizung der Schule und der Sporthalle mitverwendet werden. Mit Hilfe eines hocheffizienten Rotationswärmetauschers überträgt die Abluft ihre Wärme zu 80 % an die Zuluft. Damit die gewonnene Wärme nicht entweicht, ist der gesamte Baukörper luftdicht abgeschlossen. Die besondere Kompaktheit des Neubaus, das Eingraben der Sporthalle, die Ausführung in Stahlbeton und die Sorgfalt in der Umsetzung der bauphysikalischen Anforderungen führen zu der geforderten Luftdichtheit. Im Sommer kann die Bauweise zur Kühlung genutzt werden. So ist der im Lüftungsgerät integrierte Kühler an ein Erdsondenfeld angeschlossen, das unterhalb des Sportplatzes realisiert wurde.

Projektinformationen

Fertigstellung
08/2009
Gesamtbausumme
14,7 Mio. € (brutto)
Flächen und Rauminhalte
NF 5.330 m²
BGF 8.630 m²
BRI 42.986 m³
Bauherr
Stadt Leipzig
Leistungen pbr
Gesamtplanung
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