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  • Bode Museum, Berlin

    Sanierung eines Museums

Technische Gebäudeausrüstung für das Bode-Museum in Berlin

Auf der Berliner Museumsinsel wurde im Oktober 2006 das sanierte Bode-Museum an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergeben. Im Auftrag des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBR) war die pbr Planungsbüro Rohling AG aus Osnabrück für die Planung der Technischen Gebäudeausrüstung verantwortlich.

 

Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe in Anwesenheit von Bundesbauminister Tiefensee, Kulturstaatsminister Neumann und Berlins Regierenden Bürgermeister Wowereit wurde nach fünfeinhalb Jahren Bauzeit der zweite Meilenstein der Vollendung der Museumsinsel nach der Wiedereröffnung der Alten Nationalgalerie im Jahr 2001 fertig gestellt. Der Bau des Bode-Museums an der Nordspitze der Museumsinsel wurde 1898-1904 von Ernst Eberhard von Ihne im Stil des wilhelminischen Neo-Barock als „Kaiser-Friedrich-Museum“ errichtet. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde der Prachtbau in den 50er Jahren provisorisch instand gesetzt und nach dem Namen seines Begründers Wilhelm von Bode benannt.

 

Das abgeschlossene Sanierungsprojekt kostete 152 Millionen Euro. Es umfasste erste Sicherungsmaßnahmen unmittelbar nach der Wiedervereinigung der Museen, bautechnische und denkmalpflegerische Untersuchungen, Planung und Realisierung der Grundinstandsetzung des Gebäudes und seiner Integration in den Masterplan Museumsinsel mitsamt Neubau eines Anschlusses an die künftige Archäologische Promenade. Hinzu kamen neue Erschließungswege unter Einbeziehung der Innenhöfe und die Ausstattung mit moderner Klima-, Licht- und Sicherungstechnik.

Die von der pbr Planungsbüro Rohling AG erbrachten Planungen zur Grundinstandsetzung des Museums schließen die Klimatisierung der Ausstellungsbereiche ein, die zur Präsentation von Skulpturen und Gemälden vorgesehen sind. Da die Neuinstallation von Klimatechnik notgedrungen mit beträchtlichen Eingriffen in die Bausubstanz verbunden ist, wurden gemeinsam mit dem Nutzer und der Denkmalpflege möglichst substanzschonende Mindestanforderungen für die Raumluftkonditionierung abgestimmt. Für die Ausstellungsräume an Kupfergraben und Spree wurde auf der Basis einer Simulationsberechnung zur Klimatisierung eine angepasste Lösung in Form einer Be- und Entlüftungsanlage mit aufbereiteter Zuluft und kontrollierter Führung der Abluft mit zweifachem Luftwechsel entwickelt. Die Klimatisierung der Ausstellungsräume ist als Quellbelüftung mit horizontalen Auslässen in den Sockelzonen der Wände konzipiert. Die Abluft wird über verdeckte Fugen im Bereich der Bilderschienen in die Deckenhohlräume angesaugt und von dort über Kanäle nach oben in die Technikzentralen geführt.

Projektinformationen

Fertigstellung
11/2005
Gesamtbausumme
152 Mio. € (brutto)
Flächen und Rauminhalte
BGF 25.279 m
BRI 169.500 m
Bauherr
Bundesamt für Bauwesen
und Raumordnung
Leistungen pbr
Technische Ausrüstung
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