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TU Dortmund
Labor- und Bürogebäude

Ist man Atomen auf der Spur, benötigt man außerordentlich präzise Technologien, um zu zuverlässigen Ergebnissen zu gelangen. Für die Fakultäten Physik sowie Chemie und Chemische Biologie der Technischen Universität Dortmund ist auf dem südlichen Baufeld des Campus Nord ein modernes Labor- und Bürogebäude mit hochtechnisierten Laboren entstanden.

Der sechsgeschossige Baukörper in Ringstruktur mit einem witterungsoffenen Innenhof stellt sich nach außen als kompakter Block mit roter Klinkerfassade und großflächigen Fensterbändern dar. Zwischen dem Sockelgeschoss E1 und den Obergeschossen setzt die Ebene E0 eine erkennbare Zäsur in Form einer gläsernen Fuge. Die Ebene E1 gräbt sich in die vorgefundene Hanglage ein und ist zum Teil von Erde überdeckt. Der Neubau ist über ein mehrgeschossiges Verbindungsbauwerk direkt an das Bestandsgebäude an der Otto-Hahn-Straße angeschlossen. Durch die Neuordnung und Zusammenfassung der Flächen für die Fachbereiche Physik und Chemie wurden die Labore in dem neuen Baukörper konzentriert, um möglichst kurze Wege zwischen den Funktionseinheiten zu erzielen. Hier sind jetzt ein Großgerätezentrum und die überwiegend hochinstallierten Labore des Campus auf der Hauptnutzfläche von 8.600 m² untergebracht. Mehr als die Hälfte dieser Fläche wird von Laboren genutzt.

Die unterschiedlichen Nutzungsbereiche aus Physik- und Chemielaboren, Praktikums- und Seminarräumen, Büros sowie Bedarfs- und Funktionsflächen sind vertikal um den Innenhof geschichtet. In dem Gebäude sind die fünf Vollgeschosse und die zweigeschossige Technikzentrale als geschlossene Ringkörper ausgebildet und in der Regel zweibündig mit Labor- und Bürobund sowie Mittelflur organisiert. Büros sind für eine auf Tageslicht optimierte Beleuchtung zur Südseite und zum Innenhof ausgerichtet. Von der zweibündigen Struktur weichen die großen Praktikumssäle in der Ebene E0 ab. Bei der Anordnung der Nutzungseinheiten wurden die funktionalen Zusammenhänge innerhalb und zwischen den Arbeitsgruppen berücksichtigt. In der Ebene E1 befindet sich neben den Physiklaboren das Großgerätezentrum mit Laserlaboren der Klassen 3P und 4 sowie Aufstellorten für Rastertunnelmikroskope und Kernspinresonanz-Geräte. Mit Hilfe von Supra-Magneten können hochpräzise Messungen durchgeführt werden. Zur Aufstellung von großen Geräten hat das Sockelgeschoss eine lichte Raumhöhe von fünf Metern. Ebenerdig können die Großgeräte über einen hinreichend dimensionierten Außeneingang angeliefert werden. Partielle Bereiche sind erschütterungsarm mit entkoppelten Fundamenten ausgeführt. Dies verhindert, dass Schwingungen aus dem Betrieb der benachbarten S-Bahn-Linie die Versuche stören oder ihre Ergebnisse verfälschen.

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