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  • Marianum Meppen

    Neubau des naturwissenschaftlichen Trakts

Neubau des naturwissenschaftlichen Trakts für das Marianum Meppen

In den bestehenden naturwissenschaftlichen Räumen haben bereits zahlreiche Schülergenerationen unter anderem Knallgasproben durchgeführt. Da die Gebäude nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Schulunterricht genügten, wurde ein neuer naturwissenschaftlicher Trakt errichtet. Dieser stellt sicher, dass es auch in den zukünftigen Lehrstunden knallt.

Der Neubau im Passivhausstandard wurde auf einer Freiflache im nordostlichen Teil des Schulareals errichtet und ist geprägt durch eine rot changierende Klinkerfassade, die an der Südseite durch eine großzügige Glasfassade aufgelöst wird. Diese reicht über die drei Geschosse des Neubaus und lässt vielfältige Ein- und Ausblicke zu. Die restlichen Gebäudeseiten werden mit Hilfe von Fensterbändern innerhalb der drei Geschosse belebt. Die Fensterbänder sind eingefasst durch einen Richtungswechsel im Klinkerverband, so dass die stringente Fassade eine Auflockerung erfahrt und der kubische Baukörper rhythmisiert wird. Außenliegende Großlamellen schützen an der Südseite vor zu starkem Sonnenlichteinfall.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Neubau wurde je Geschoss in drei Bereiche gegliedert: Aus der Erschließungs- und Verteilzone im Süden werden die Fachunterrichtsräume über zwei rechtwinklig angesetzte Flure erschlossen. Zwischen den beiden Fluren in der Mittelzone des Gebäudes wurden die Sammlungs- und Vorbereitungsräume eingerichtet. Jedem der drei Geschosse ist ein naturwissenschaftlicher Fachbereich zugeordnet. Im Erdgeschoss stehen die Räumlichkeiten für den Biologieunterricht, im ersten Obergeschoss für den Fachbereich Physik und im zweiten Obergeschoss für den Fachbereich Chemie zur Verfügung.

 

 

 

Die Chemieräume sind mit Laboreinrichtungen, -schränken, Lagerraum sowie einer Abluftanlage mit Abzügen fast wie Labore in einem Forschungsgebäude ausgestattet. Auch in Schubschränken, die zur Lagerung von Chemikalien dienen, wird die Luft abgesaugt, damit hier keine kritischen Konzentrationen entstehen.

Objektplanung, Technische Ausrüstung und Tragwerksplanung wurden in dem Projekt mit BIM erstellt. Dadurch konnte ein digitales Modell des Gebäudes erarbeitet werden, anhand dessen unter anderem die bauliche Umsetzung vor Ort kontrolliert wurde. Aufgrund der hohen Installationsdichte von Raumlufttechnik und Laborausstattung nahm die Koordinierung der unterschiedlichen Gewerke eine hohe Komplexität ein. So wurden auch mit der Kollisionsprüfung Überschneidungen zwischen den Gewerken erkannt und die Planungen korrigiert.

Der Neubau ist Teil eines Masterplans, in dessen Zuge die Schulgebäude in mehreren Schritten saniert und erweitert wurden. Vorangegangen sind u. a. 2010/2011 die Fassaden- und Dachsanierungen der Gebäudetrakte A und B zur energetischen Sanierung und optischen Aufwertung. Zu den weiteren Maßnahmen uählen die Sanierung der Schulsporthalle und der Rückbau von zweieinhalb Geschossen oberhalb des Aulatrakts.

Projektinformationen

Fertigstellung
11/2017
Gesamtbausumme
6,6 Mio € (brutto)
Flächen und Rauminhalte
NF 2.139 m²
BGF 3.096 m²
BRI 13.074 m³
Bauherr
Schulstiftung im
Bistum Osnabrück
Leistungen pbr
Gesamtplanung