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  • Ernst von Bergmann Klinikum, Potsdam

    Sanierung eines Krankenhauses

Sanierung von Bettenhäusern für das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam

Das Klinikum Ernst von Bergmann zählt mit 1.100 Betten zu den größten Krankenhäusern in Potsdam. Da in den letzten Jahren lediglich Instandhaltungsmaßnahmen vorgenommen wurden, bedurften die Anfang bis Mitte der 1980er-Jahre errichteten achtgeschossigen Bettenhäuser einer baulichen, haustechnischen, energetischen und brandschutztechnischen Modernisierung. Durch die Optimierung der Grundrisse und des Krankenhausbetriebes sollten durch die Maßnahme zeitgemäße, betrieblich und wirtschaftlich effiziente sowie patientenfreundliche Stationen entstehen.

 

Vor der zwischen 2008 und 2011 durchgeführten Sanierung war jeweils eine autarke Station in jedem Gebäudeflügel und auf jeder Ebene untergebracht. Die Sanitärbereiche befanden sich dabei außerhalb der Bettenzimmer, was sich aus patientenfreundlicher und hygienischer Hinsicht als nachteilig erwiesen hatte. Als Lösung wurde das Prinzip der Kopfstation entwickelt. Um das Weitertragen von den vielfach festgestellten, mehrfach resistenten Keimen und Infektionserregern zu unterbinden,  wurden kleinere Zimmer mit zugeordneten Sanitärräumen geplant. Die einzelnen Stationen wurden mit einem administrativen Stationsstützpunkt ebenenweise und flügelübergreifend konzipiert. Um die jeweils zentralen Anmeldungen und Schwesternzimmer ordnen sich Ver- und Entsorgungsräume an. Die eigentlichen Stationsbereiche umfassen 24 bzw. 36 Planbetten, die in 1- bis 3-Bettzimmern mit Nasszellen eingeteilt wurden. Zudem verfügen sie über Arbeitsräume, einen Schwesternarbeitsplatz, Sanitärbereiche und bedarfsabhängige Untersuchungsräume.

Die Maßnahme erfolgte in mehreren Bauabschnitten geschoss- bzw. stationsweise. Das äußere Erscheinungsbild der Gebäude blieb insgesamt weitgehend erhalten. Im Haus D befinden sich nun neben der Infektologie eine neurologische Station, die Allgemein- und Unfallchirurgie sowie Stationen für Kardiologie, Angiologie und Urologie. Im Haus C wurden zwei weitere Stationen saniert, u. a. eine Intensivüberwachungspflege. Für das 252 Betten fassende Haus E mussten für die Umzugsplanung Interimsbetten berücksichtigt werden. Hierfür wurde eine dreigeschossige, mobile Bettenstation mit vollwertigen Ausweichstationen errichtet. Um die volle Funktionstüchtigkeit der in Betrieb verbleibenden Stationen zu gewährleisten, wurde die Ebene zwischen Sanierungsbereich und weiter betriebenen Stationen als Umschluss-Ebene für die Ver- und Entsorgung genutzt.

Projektinformationen

Fertigstellung
08/2011
Gesamtbausumme
31 Mio. € (brutto)
Flächen und Rauminhalte
NF 14.252 m²
BGF 15.380 m²
BRI 56.100 m³
Bauherr
Ernst von Bergmann Klinikum gGmbH
Leistungen pbr
Gesamtplanung
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